Gucklochseifen 2019

Mittlerweile habe ich 12 Gucklochseifen fabriziert und die Seite damit ganz schön stark belastet, das Laden dauert inzwischen ewig.

Da es aber noch ein paar mehr Gucklochseifen werden sollen - so nach und nach -, habe ich eine neue Seite dafür eröffnet.

Nr. 13: Eva - 1.1.2019

Das Rezept:

25% Kokosöl

25% Sesamöl

25% Macadamianussöl

20% Fettstange

5% Rizinusöl

Plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

ÜF: 11%

Duft: Suikerspin

Auflage: 8 Stücke

dummerweise...

... habe ich mich mit der Höhe der Einleger ein wenig verschätzt und die erste Schicht TS zu hoch angebracht. Aber sonst ist alles ok.🙂

Beim Einsetzen der Trennstege verschob sich natürlich der SL (s.o.), und leider war er schon so fest, dass sich beim Aufklopfen absolut nichts mehr bewegte, die Seifenstücke also etwas schief sind. Deswegen war das Stempeln eine Katastrophe und womöglich nicht eine meiner genialeren Ideen...🙂

Nr. 14: Strandläufer - 6.1.2019

Rezept wie bei "Eva"

Duft: Nautic

Auflage: 8 Stücke

 

Es werden jetzt drei Wasserwelten-Gucklochseifen folgen, und danach werde ich eine Pause (!) von den Gucklochseifen machen.

Es ist wirklich zu schade,...

... dass die schönsten Stellen immer unter den Rohren verschwinden! Diesmal bin ich wirklich absolut zufrieden (bis hierhin jedenfalls), und werde am nächsten Samstag wohl genauso vorgehen.

In beiden Formen habe ich einen Spinning Swirl gemacht. Einen habe ich so gelassen, bei dem anderen bin ich mit dem Zwiebeldingsbums durch - ich weiß gar nicht, welche mir besser gefällt.

Diesmal musste ich wegen der Muster natürlich die Rohre wieder erst nachträglich einstecken - und überlege schon, wie die Resteverwertungsseife aussehen soll 🙂.

von einer Seite habe ich drei, von der anderen zwei Farben getrichtert. Wenn man von allen vier Seiten trichtert, wird die Farbverteilung gleichmäßiger, aber darauf kam es mir heute gar nicht an.

beide Formen mehrmals gedreht

eine blieb so

mein heißgeliebtes Zwiebeldingsbums

gottseidank ließ sich der SL noch prima aufklopfen

ausformen...

... kann ich sie noch nicht, denn sie ist auch nach 8 Stunden - dank sparsamen Pürierens - noch zu weich. In der weißen Form ließen sich die Säulen in der Mitte (die durch die Rohre entstanden sind) nur mit einem Messer entfernen - was den Vorteil hat, dass ich nur 4 und nicht 8 Resteseifen machen muss (allerdings waren gerade diese Säulen die hübschesten - wie es halt immer so geht).

Aber vorbereitet für das Ausformen habe ich sie schon. Um einen kleinen Spiegeleffekt zu erhalten, habe ich die TS ganz über die Seifenstücke und nicht nur in die Gucklöcher gefüllt. Leider stieg bei dreien das Mica wieder hoch - das ärgert mich jedesmal, aber es ist ungeheuer schwer, das zu vermeiden. Selbst vorheriges Einsprühen mit kosmetischem Alkohol hat bisher nicht geholfen. 😠

Die ebenfalls noch eher weichen Einzelformen kamen nach einer halben Stunde im Tiefkühler willig aus ihren Formen 🙂.

Und hier ist sie...

Was man auf den Fotos leider nicht sehen kann, ist das Glitzern der verwendeten Farben (Umakeitup-Micas for CP, s. Bezugsquellen).

Ein Stück ist beim Ausformen - diese Ungeduld aber auch immer - zerbrochen, weil es noch ziemlich weich war. Ein weiteres Stück hatte keinen Platz mehr auf dem Tablett. Also habe ich das, das mir am Wenigsten gefällt, weggelassen 🙂.

Mit dem Rest bin ich absolut glücklich!

Dieser rosa Kreis ist in Wirklichkeit nicht auf der Seife, sondern auf dem Tablett - wegen der TS scheint er aber durch. Der Kammswirl sieht ein wenig aus wie Engelsflügel :-).

Nr. 15: Nautilus - 8.1.2019

Das Rezept:  wie bei "Eva" 

Duft: Nautic

Auflage: 8 Stücke

Es wird diesmal der Blick aus dem Bullauge eines U-Bootes werden 🙂.

Meine Absicht war es eigentlich, die Fischschwänze in toto in das "Bullauge" zu bringen - da sie aber so groß sind wie die Seifenstücke, ist das leider nicht machbar, und es wird nur die hintere Flosse zu sehen sein können. 😠

wow...

... so viele Luftbläschen hat nicht einmal dieser Püri bisher hinbekommen 😥. Trotz oder wegen dieser Höchstleistung musste er nun endlich seinen Abschied nehmen, auch wenn mir davor graut, seinen Nachfolger, dessen Geschwindigkeit ich noch nicht einschätzen kann, zu benutzen....

Und ich hoffe, dass das Grau noch ein wenig heller wird, schließlich habe ich doppelt so viel Meersalz in der Laugenflüssigkeit wie sonst....

3 Stunden später: Genau das Grau, das ich wollte - aber nur bei den Einzelformen. Bei den Hauptseifen ist es Schwarz (wenn man mal keines will, klappt es natürlich) mit enorm vielen Luftbläschen.....

ABER...

... das Düstere, Hässliche eines U-Bootes - wie ich es mir vorstelle - habe ich nolens volens eingefangen. Es handelt sich natürlich um ein altes, abgewracktes, grottenhässliches, rostiges U-Boot, was sonst? 🙂Schwarz mutierte auch wenigstens noch zu Dunkelgrau - der Inhalt der Einzelformen ist deutlich heller geworden, obwohl es derselbe SL war. Aber was wäre das Leben ohne Geheimnisse und Rätsel?

Schön ist aber, dass die TS aus geheimnisvollen Gründen klarer ist als bei den vorhergehenden Seifen - dabei ist es genau dieselbe wie immer. Muss man wahrscheinlich nicht verstehen...

Auch diesmal hatte ich wieder die Rohre auf dem Formenboden festgeklebt, ehe ich den Seifenleim eingefüllt habe.

Morgen zeige ich Euch dann die ausgeformten Stücke, die Seife ist noch zu weich dazu.

ein Unglück kommt selten allein

Nach vielen Jahren habe ich zum ersten Mal wieder nasse Kreide. Beim Ausformen ist ein Stück zerbröselt, die übrigen Stücke habe ich jetzt erst einmal bei 70 Grad für eine Stunde in den Ofen gestellt. Bisher hat das gegen nasse Kreide immer geholfen.

Ende gut, alles gut

Sie ist wirklich sehr rustikal dank der nassen Kreide (was aber gottseidank auch zum Thema passt), aber immerhin gerettet. 🙂 Von glasklarer TS ist allerdings auch nichts mehr zu sehen, vermutlich waren die 70 Grad einfach zu viel für sie. Schade eigentlich. Dafür wurde das U-Boot stellenweise modernisiert. 🙂

die obligatorischen Seifenkrümel...

Nr. 16: Wasserwelt - 12.1.2019

Rezept: Wie bei "Eva"
Duft: Suikerspin (passt nicht zum Thema, aber ich liebe diesen Duft einfach)

Auflage: 8 Stücke

Es war die erste Seife...

... mit dem neuen Pürierstab, und obwohl ich genau deshalb nur wenig püriert hatte, hatte ich Pudding binnen Sekunden. Der neue Pürierstab ist im Vergleich zum alten ein Turbo, und mir graust es schon vor Mittwoch. Denn da möchte ich trichtern und brauche unbedingt fließfähigen SL...

Dafür gab es heute mal keine Luftblasen.

an vier Stellen habe ich die Farben wahllos getrichtert

und dann vorsichtshalber alles so gelassen

an einigen Stellen ist die TS minimal übergeschwappt...
Das habe ich nach dem Foto alles mit einem Messer entfernt

die letzte Gucklochseife, die sich völlig problemlos stempeln ließ, war die Theater-Seife...

Nr. 17: Beerchen - 26.1.2019

Rezept: Wie bei "Eva"

Duft: Erdbeere (das PÖ Himbeere macht nämlich keinen Blitzbeton....)

Auflage: 8 Stücke

Die Herstellung dieser Seife...

... hat nach der Zugabe der Lauge zu den Fetten und Ölen keine 5 Minuten mehr gedauert. Der Trick: BlitzbetonPÖ!

Der SL muss sehr gut (!) emulgiert, aber noch dünnflüssig sein!

Der Vorteil bei der Verwendung eines BlitzbetonPÖs ist, dass man exakte Schichten ohne Wartezeit bekommt und die Seife auch schneller fest ist.

Der Nachteil ist, dass man bei SL mit BlitzbetonPÖ keine Trennstege einsetzen kann, die Seife also schneiden muss, obwohl man einen Divi verwendet hat.

Die Rohre habe ich wieder mit den geschmolzenen festen (!) Fetten festgeklebt. Denn diese werden, wenn sie erkalten, wieder hart und halten die Rohre. Das NaOH verseift auch diese "Klebefette" mit.

In zehn Einwegbechern habe ich 4mal Weiß (d.h. ungefärbten SL, weshalb diese Becher auf dem Foto auch noch leer sind), 4mal Braun und 2mal Rot vorbereitet.

Der GesamtSL wurde gleichmäßig auf die zehn Becher verteilt. In dem gelben Hartplastikbecher befindet sich das BlitzbetonPÖ für beide Seifenformen.

ein guter Schwups des BlitzbetonPÖs (für die, die supergenau arbeiten: Ein Zehntel) wird in den ersten Becher gegeben, dann wird es sehr gut und schnell untergerührt und der Becherinhalt sofort in die Form gefüllt. Der SL verteilt sich noch hervorragend, weil das Blitzbeton wegen der Dünnflüssigkeit des SL mit Verzögerung wirkt.
Keine Ahnung, wie das passiert ist, aber ein wenig brauner SL ist in eines der Rohre gelangt, macht aber nichts.

keine Minute später hat das BlitzbetonPÖ seine Aufgabe erfüllt und eine glatte, harte braune Oberfläche gezaubert. Nun kommt ein Schwups PÖ in einen Becher mit weißem SL, sehr gut und schnell unterrühren und sofort den Becherinhalt in die Form geben

und so weiter...

hier habe ich den Formenrand geflutet und werde bestimmt viel Spaß beim Ausformen haben.... :-(

nach 5 Stunden...

... ist sie fest genug, um sie für das Ausformen (niemals vor Ablauf von 8 Stunden, weil dann nach meinen Beobachtungen das Sodaascherisiko sinkt) in drei Stunden zu präparieren.

 

Leider sind die Fotos ein wenig überbelichtet....

eine ist ein wenig schief geschnitten....

hier habe ich verschiedene Hobel benutzt

Nr. 18: Oase - 16.2.2019

Das Rezept:

30% Kokosöl

23% Mandelöl

18% Sesamöl

12% Büffelfett

12% Sheaöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die auf 15% der GFM reduzierte Laugenflüssigkeit (aqua dest), 15% Kokosmlich zum SL und Puderzucker in die geschmolzenen Fetten

Duft: Sun Moon Stars

Überfettung: 11%

Auflage: 8 Stücke

an dieser Seife...

... wird das einzige Komplizierte das Stempeln sein, denn zuletzt hat das bei der Theater-Gucklochseife geklappt, und bei den darauffolgenden Seifen aus dieser Serie war das Stempeln äußerst schwierig.

das Positive zuerst: Der Püri macht keinerlei Luftblasen

Das Negative: Nachdem ich ENDLOS püriert hatte, ohne dass der SL fester wurde, und ich mich gerade fragte, ob ich weinen oder schreien sollte, hatte ich auch schon Pudding im Topf.

Ich habe mich dann für Schreien entschieden.

Da der SL nicht mehr floss, ist die Oberfläche natürlich nicht plan, was das Stempeln zusätzlich erschweren und vielleicht sogar unmöglich machen wird. Abhobeln ist aber wegen der Steinchen und der ungeheuren Sauerei mit der TS hinterher auch keine Option (ratet mal, woher ich das weiß...).

in der Mitte eines Rohres habe ich gekleckert - das wird später mit einem Messer entfernt werden, ehe die TS eingefüllt werden wird.

Es gab tatsächlich nicht nur eine,...

..sondern gleich mehrere Komplikationen. Das Stempeln war sehr schwierig, da die Oberflächen uneben waren. Und wegen des großen Stempels hatte ich die Rohre (zu) eng an den Formenrand plazieren müssen. Aber das sind letztlich "nur" optische Probleme.... Im Großen und Ganzen bin ich wirklich zufrieden, und aufgrund der vielen Kokosmilch und des Büffelfettes freue ich mich schon riesig auf die Benutzung.

Nr. 19 und Nr. 20: Präsident und Venezia - 7.5.2019

Aus demselben SL sollen zwei im Design verschiedene (aber in der Technik gleiche) Gucklochseifen entstehen.

Das Rezept:

25% Kokosöl

25% Sesamöl

25% Macadamianussöl

20% Palmöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker in die geschmolzenen Fette

Überfettung: 11%

Duft: Suikerspin für "Venezia" und Celtic Tweed für "Präsident"

Auflage: Je 4 Stücke

Die Rohre habe ich gleich festgeklebt, also nichts ausgestochen.

Der SL war sehr dickflüssig, was zu zwei Problemen führt: 1) die Ecken werden nicht ganz gleichmäßig ausgefüllt, wenn der SL nicht mehr ausreichend fließt und 2) beim Einsetzen der Trennstege wird mehr Masse verdrängt und die Löcher werden tendenziell ungerade.

Suikerspin ist ein toller Duft, hat aber den SL unmittelbar bei Zugabe verfärbt.... Wobei es aber für "Venezia" nicht wirklich wichtig ist, ob die Seife schwarz-weiß oder schwarz-zartgelb ist.

ausgeformt wird erst nach dem Abendessen,...

 

... damit die TS Zeit genug hat, richtig auzuhärten. Da ich aber die Einzelformen bereits ausgeformt habe, kann ich schon jetzt sagen:

Die Haptik ist sensationell – ich hatte noch nie eine so spiegelglatte Seife (und ich siede schon ein paar Jahre)!

Wegen des Spiegeleffektes habe ich nicht nur das Guckloch jeweils mit TS gefüllt, sondern die ganze frontale Oberfläche damit überzogen. Auf diese Weise kann man auch die Unebenheiten der Löcher, die entstehen können, wenn der SL beim Einfüllen schon sehr dickflüssig war, ausgleichen.

Suikerspin hat am Ende nicht zartgelb, sondern creme verfärbt.

Damit kann ich leben 🙂.

 

Aber: Keine Gucklochseife ohne Probleme!

Wieder ist das Goldmica an manchen Stellen abgegangen (aber ich bekomme langsam Übung - es war weniger als sonst, immerhin), und bei einer Seife habe ich zwei Seifenkrümelchen übersehen und sie dann in TS eingeschlossen - da könnte man sich wirklich selbst irgendwohin beißen.😠

Aber insgesamt hätt´s schlimmer kommen können, und ich bin ganz zufrieden 🙂.

Vor allem mit dieser Traum-Haptik....!

Auch hier habe ich die Seifenstücke für einen Spiegeleffekt wieder komplett mit TS überzogen.

der Krümel auf der Seife unten rechts ist nur äußerlich. Doch bei der Seife darüber habe ich kleine blaue und rote Krümelchen in TS eingeschlossen - sie sehen jetzt allerdings aus, als wäre das Muster etwas ungleichmäßig.