Gucklochseifen

Die Seifen werden in zwei Schritten hergestellt, die Transparentseife (in meinem Fall gekaufte) und die Einleger werden erst, wenn die Seife fest genug ist, angebracht. 

Ich hatte die Wahl zwischen Skylla und Charibdis - entweder den SL flüssig lassen, damit alle Farben auf jedes Stück kommen. Das hätte aber bedeutet, lange zu warten, bis der SL dann endlich so fest wäre, dass die Rollen hineingestellt werden können.

Oder aber - und für diese Variante habe ich mich dann entschieden - damit zu leben, dass auf zwei Stücken eben nicht alle Farben zu sehen sein werden, dafür aber alles in einem Rutsch machen zu können (ich bin leider nicht die Geduldigste).

 

Bei meinen Seifen aus der „Blümmelscher“-Serie hat sich die TS beim Duschen bis zum Aufgebrauchtsein  der Seifen nicht geöffnet, um das Eingeschlossene preiszugeben – ich hoffe, dass es auch hier so sein wird.

Schritt 1

Die Küchenpapierrolle wird von außen mit Paketband umwickelt, damit sie nicht durchweicht, und dann in kleinere Rollen geschnitten. Ich habe hier nicht fest und eng genug abgeklebt, s.u.

von innen kommt Backpapier hinein - das war ziemlich nervig, weil das Tesafilm auf dem Backpapier sehr schlecht hält

die angerührten Farben und ein noch leerer Becher für den weißen (= ungefärbten) SL

ich habe jeweils drei Farben (Weiß dabei doppelt, d.h. auf jeder Seite) abwechselnd an zwei einander gegenüberliegenden Ecken der Form getrichtert

durch heftiges Drehen der Form verziehen sich die Farben (Spinning Swirl) - da der SL hier schon recht fest war, nicht so stark

mehr ging nicht, weil der SL, wie gesagt, schon ziemlich fest war. Da Braun etwas knapp bemessen war, war die letzte eingefüllte Farben rechts Anthrazit, das ich für eine Einlegerform angemischt hatte...

erst die Trennstege und dann die Rollen einsetzen

Schritt 2

Einleger - hier in Goldmica gewälzte Paläste aus CP

(gekaufte) Transparentseife

als Manöverkritik:

Dadurch, dass die Papprollen nicht ganz fest abgeklebt waren, sind die Löcher nicht ganz rund geworden. Ich habe weiterhin die Rollen zu früh (nach vier Stunden) entfernt, wodurch die Löcher  auch innen nicht ganz glatt waren. Macht ja nichts, wenn man CP einfüllt, durch die man nicht durchschauen kann – tja, da war mir für einen Moment tatsächlich entfallen, dass ich ja TS einfüllen würde…. Das gestaltete sich übrigens ein bisschen schwierig, weil das Goldmica sich beim Einfüllen der TS von den Palästen gelöst hat.

Ich werde mir jetzt Acrylglasrohre auch noch mit diesem Durchmesser zulegen, denn es ärgert mich maßlos, dass die Löcher nicht rund sind, Handarbeit hin oder her...

Papprollen vorsichtig herausziehen

und etwa fingerbreit die geschmolzene TS einfüllen

darauf kommen die Paläste - aber erst, wenn die TS schon dicker geworden, d.h. ein wenig abgekühlt ist

danach wieder mit TS auffüllen. Damit es einen kleinen Spiegeleffekt gibt und die Seife ein wenig glänzt, habe ich die TS bewusst "über die Ufer treten" und die gesamte Seifenoberfläche bedecken lassen.