Seifen im Aug 2020

Im August geht es später los, weil ich in unserem Urlaub eine Siedepause machen werde.🙂

Sensibelchen - 11.8.2020

Das Rezept:

25% Kokosöl

25% Mandelöl

20% Sheabutter

15% Sesamöl

10% Sojaöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: Nag Champa

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (61).

Es soll mein erster Mantra Marble Flow Swirl werden.

der Anschnitt wird spannend werden...

Nach den Erfahrungen der letzten Zeit mit plötzlichem Andicken habe ich die Swirlfarben weniger stark püriert (nur 3 Stöße mit dem Püri), den HauptSL - der eigentlich hellblau sein sollte, für mich aber eher grünlich aussieht - habe ich noch einmal nachpüriert.

Trotzdem ich in jede Kammer erst einen Fingerbreit eingegossen habe, lief der SL unter den Trennstegen durch. Meine Sorge ist, dass der Swirl nicht so schön herauskommen wird, weil ich zu wenig Farbe hatte (die Töpfe mit den Farben waren alle noch zu ca. 2/3 voll.

Geschnitten wird nach Methode 1 horizontal (s. "Schneiden der Seifen" hier auf diesem Blog).

Getrichtert wurde übrigens immer an einer der Stirnseiten (kurze Seite) der Form, schön an der Wand entlang. Da der HauptSL schon fester war, habe ich für den Swirl ein Edelstahl-Essstäbchen benutzt.

auch hier gilt wieder: Muss ich nochmal machen :-)

Die Farben in der Mitte waren doch noch einen Tick zu flüssig, wie befürchtet (allerdings hätte ich den HauptSL z.B. nicht mehr trichtern können - schwierig, die richtige Konsistenz zu erwischen!), mit dem Ergebnis bin ich deshalb so halb zufrieden... Mir ist aber inzwischen klar, dass nicht nur die Swirlfarben etwas zu flüssig waren, sondern ich auch den HauptSL in einem zu frühen Stadium aufgefüllt habe, so dass sich die mittlere Kammer zu früh verengte. Naja, beim nächsten Mal werde ich mich hoffentlich an all das erinnern.🙂

 

seht Ihr Hellblau? Ich nicht...
Update: Nach zwei Wochen war sie tatsächlich hellblau!

die rechte habe ich ein bisschen zu tief gestempelt....
links sehe ich einen Pfau von hinten :-)

meine Lieblingsstücke

eine Tänzerin?

ein Flaschengeist?

Unter Wasser - 15.8.2020

Das Rezept:

25% Babassuöl

25% Sheabutter

25% Aprikosenkernöl

25% Mandelöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: Kome % Kajitsu

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (62).

Trude hat im Seifen4um einen Tiger Stripe an verschiedenen Stellen der Blockform gezeigt - der schreit förmlich nach Nachahmung. 🙂

Auch Klaus ist aus dem Urlaub zurück...

... in letzter Zeit nervt er wieder häufiger 👎

Was der (farbige) SL letztes Mal zu flüssig war, war er heute zu fest - ich konnte sehr bald nur noch spachteln, Tiger Stripes gingen gar nicht.

Also habe ich brav gelöffelt und gespachtelt, so heftig aufgeklopft, dass das Haus in seinen Grundfesten erbebte (und trotzdem werden sicher noch Löcher zu sehen sein) und dann einen Löffelswirl gemacht. Was - trotz erneuten heftigen Aufklopfens - sicher zu weiteren Löchern geführt haben wird, aber bisher immer ein ganz netter Plan B war.

Und wenn Dich Dein (Sieder-)Leben nervt, streu´ Glitzer drauf! Habe ich gemacht, allerdings schwarzen statt blauen, aber auch das passt heute irgendwie...

Dank meiner Aufleger-Vorratshaltung gab es auch noch ein paar Fischschwänze und Muscheln für das Top - denn das ließ sich natürlich auch nicht mehr swirlen.

Ach nee, wie ärgerlich!!! Vor allen Dingen deshalb, weil die Technik ja ganz einfach ist. Aber es bestätigt, was ich nach jahrelanger Erfahrung immer wieder feststelle: Das Schwierigste beim Seifesieden ist es wirklich, die richtige Konsistenz des SL zu erwischen.

Da es sich aber um wundervolle Inhaltsstoffe handelt, darf sie trotzdem mit unter die Dusche - vielleicht haut ein netter Stempel sie ja wieder heraus. 🙂

Und der einzige Vorteil, den verhunzte Seifen haben (wenn sie nur optisch danebengegangen sind, meint das!), ist, dass das Ausformen spannend und meist auch deshalb ein halbwegs freudiges Ereignis ist, weil man sowieso keine großen Erwartungen hegt. Aber eben auch leider nur meist - oft sind sie wirklich, was man befürchtet hat.

Und ich habe in all den Jahren beobachtet, dass es immer wieder klausfreie und klauslastige Phasen gibt, es wird also irgendwann auch wieder besser werden. 🙂

nun ja... sollte anders sein, ist aber einigermaßen ok

Allerdings habe ich sie - direkt nach dem Ausformen - schon etwas zu früh gestempelt...

die schwarzen kleinen Pünktchen sind Mica, KEINE Löcher :-)
Löcher hat sie zu meinem großen Erstaunen fast überhaupt keine....

Wilde Tiger - 18.8.2020

Ich versuche nochmal, die perfekte Konsistenz für die versetzten Tiger Stripes zu bekommen. 🙂

Das Rezept:

25% Babassuöl

25% Mandelöl

25% Distelöl h.o.

20% Sheabutter

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: ätherisches Fenchelöl

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (63).

 

Heute war ich mit dem Pürieren sehr vorsichtig - am Anfang war deswegen natürlich alles viel zu flüssig, aber ab etwa der Mitte der Form hatte ich die PERFEKTE SL-Konsistenz!

Ob aber die wilden Tiger dabei herausgekommen sein werden, wird man morgen sehen... 🙂

Das Goldmica glitzert einfach wunderschön...

Übrigens habe ich immer abwechselnd in der Mitte, ganz am Rand (das war dann eher ein Zebra, wobei die Form aber gerade stand) und zwischen Rand und Mitte Tiger Stripes in Gold-Kupfer-Schwarz-Weiß gemacht, d.h. immer einen Streifen in die Mitte des vorangegangenen gegossen.

endlich mal wieder geworden wie gewollt!

Watt - 22.8.2020

Unseren diesjährigen Urlaub haben wir an der Nordsee verbracht, und von dort habe ich Wattschlick mitgebracht, der nun verseift werden soll.

Das Rezept:

25% Kokosöl

20% Maiskeimöl

20% Distelöl h.o.

20% Sheabutter

10% Sojaöl

5% Rizinusöl

Es wird eine Soleseife werden, deswegen wird die Meersalzmenge diesmal 33g auf 100g aqua dest betragen.

Und Puderzucker wird natürlich auch wieder mit hineinwandern.

Überfettung: 11%

Duft: Yuzu (japanische Crapefruit)

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (62)

Mit einer optisch umwerfenden Seife ist wirklich nicht zu rechnen - es wird eine graue Stempelseife werden (wenn denn der Wattschlick grau färbt - sonst wird sie eben braun 🙂. Durch den hohen Salzanteil wird jede Farbe eher pastellig werden.).

Den Wattschlick werde ich in die geschmolzenen Fette sieben (wie den Puderzucker auch), also vor Zugabe der Öle und der Lauge. Ich bin mal gespannt, wie stark das Ganze andicken wird....

Das Durchsieben...

... wurde vom Plan gestrichen, als ich feststellen musste, dass der Wattschlick noch nicht vollständig durchgetrocknet war - also habe ich ihn in die geschmolzenen Fette püriert.

Der Wattschlick betrug übrigens ca. 1/3 der GFM.

Ich habe einen Turbopüri -

und er produziert selbst auf der unteren Stufe meist andickenden SL, wenn man nicht höllisch aufpasst. Heute habe ich minutenlang auf der höchsten Stufe pürieren müssen, ehe er in sehr leichtem Kartoffelsuppestadium war!

Die Sole-Lauge

Der Wattschlick, noch restfeucht

in die geschmolzenen Fette püriert

upps, die kleinen weißen Krümelchen habe ich in natura gar nicht gesehen...

trotz Sole war sie noch sehr weich (????)

Und ich habe sie auch wieder ein bisschen zu früh gestempelt - auf machen Stücken sieht man den Stempelrand....

Maharani - 25.8.2020

Das Rezept:

35% Olivenöl

25% Kokosöl

20% Sheabutter

15% Sesamöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: Osmanthus

Plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: Osmanthus

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (59).

Ob es heute etwas wird mit dem Mantra Marble Flow? 🙂

tja, was soll ich sagen...

Anfangs war der SL noch ziemlich dünnflüssig (dafür habe ich die Kammer breiter gelassen, also die Grundfarbe später aufgefüllt), ab der Hälfte etwa war die Konsistenz prima. ABER: Die Farben sind unter oder neben den Trennstegen in den Grundleim gesickert - wie sie das gemacht haben, weiß ich nicht, denn die Form war da schon zu 1/4 voll.

Den Trick, erst alle Kammern knapp zu befüllen und dann ein wenig zu warten, ehe man weitermacht, habe ich natürlich beherzigt - hat mir aber nichts genützt.

Jedenfalls kann sie eigentlich nicht so geworden sein, wie ich sie mir vorgestellt habe....

Vielleicht sollte ich es mal mit einer anderen Form versuchen.

Den Swirl könnt Ihr oben bei "Sensibelchen" sehen, da habe ich versucht, ihn aufzumalen

schon näher dran, aber doch noch weit vom (optischen) Ziel entfernt

Ihr wisst, was das heißt: Solange "nochmal machen", bis ich zufrieden bin - sorry, aber da müsst Ihr durch. 🙂

Scheinbar muss der SL noch viel fester sein, was ich mich bislang nicht getraut habe, weil dann normalerweise ab einem gewissen Zeitpunkt gar nichts mehr geht. Aber testen kann ich es ja mal.

Das PÖ - sonst sehr brav und freundlich - hat sich diesmal seltsam verhalten: Es hat Glyzerinflüsse produziert, und die Seife war ganz nass. Beim Auformen kamen sogar Tröpfchen aus der Form. Sie schmecken allerdings ausschließlich nach PÖ.

Eine Erklärung habe ich nicht, denn ich bin mit 32g unter der Maximalmenge von 45g geblieben.

Geschnitten wurde die Seife horizontal nach Methode 1 (s. "Schneiden der Seifen" hier auf diesem Blog).

seht Ihr auch den Vogel, auf dem Stück rechts unten und dort links auf dem Blütenblatt?

Zanara - 29.8.2020

Das Rezept:

25% Kokosöl

25% Maiskeimöl

25% Distelöl h.o.

20% Palmöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten

Überfettung: 11%

Duft: Suikerspin

Das Rezept hat einen hohen Pflegewert (61).

Ich glaube, ich habe das Grün etwas zu hell gewählt,...

.... und der SL dickte rasch an, obwohl ich nur einen Püristoß gemacht habe. Mal schauen, wie die Seife geworden sein wird....

noch immer

nicht ganz, was ich will, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden 🙂

Natürlich gibt es wieder Seifenkrümel - und auf manchen Stücken kleine Löchlein, die ich noch wegreiben muss, der SL war eben schon wirklich ziemlich dick....

Geschnitten wurde übrigens horizontal nach Methode 1 (s. "Schneiden der Seifen" hier auf diesem Blog).

oha, übersehene Seifenkrümelchen...

während das Dunkelblau in der Hauptseife und bei der Badenixe wunderbar geworden ist, mutierte es bei dem Chamäleon zu Grau

Weiter geht es im September...