Mojito - 3.5.2019

Das ist (wenigstens vorerst) die letzte Seife, die ich bei Soap & Restless klaue - allerdings werde ich wieder einmal geinge Abwandlungen vornehmen, aber nur bei den Farben. Und natürlich, wie immer, beim Rezept. Das Design übernehme ich ganz frech.Cool

Das Rezept:

33% Aprikosenkernöl

30% Kokosöl

15% Palmöl

12% Sojaöl

5% Lanolin

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten.

Überfettung: 11%

Duft: Gin Tonic

 

Ich liebe Sojaöl in Seifen, weil es eine wunderbar weiche, geschmeidige Haut macht - leider gehört es aber zu den instabilen Ölen und darf daher nur zu einem geringen Prozentsatz eingesetzt werden. Mit 12% - 15% war bei mir bislang immer alles im grünen Bereich....

obwohl das Design...

... ebenso schön wie eigentlich wirklich einfach herzustellen ist, bin ich mir nicht ganz sicher, ob es mit der Ader und den Würfeln tatsächlich so geklappt hat, wie es sollte.

Das macht dieses Hobby ja auch nach vielen Jahren noch so spannend.Cool

Die kleinen "Mentholstreusel" sind übrigens aus grobem Steinsalz.

Learning by Doing...

Ich weiß jetzt, warum Soap and Restless die Würfel in der Mitte der Seife mit gelber und nicht, wie ich, mit oranger TS gefüllt und dann mit Kakaopulver ummantelt hat: Man sieht bei oranger TS wirklich keinen Unterschied zwischen TS und Kakaomantel. Auf den Fotos habe ich ein abgehobeltes Stückchen dazu gelegt, damit Ihr mir glaubt, dass hier TS verwendet wurde.Cool

Die Seife riecht unglaublich gut und hat eine absolut sensationelle Haptik! Auch die Ader hält bombenfest...

Das Salz sieht nett aus, hält aber nicht besonders gut

woher das Gekrakele im oberen Teil kommt, kann ich nicht erklären, Tio verwende ich seit Jahren nicht mehr, und ich habe auch nicht mit unterschiedlichen Flüssigkeitsmengen gearbeitet.

leider schmieren Kakaoadern immer ein wenig....

wenn man die TS als solche erkennen könnte, wäre sie ganz genau mein Geschmack....

Die nächsten beiden Seifen (aus demselben SL allerdings und deswegen beide für Dienstag vorgesehen) werden wieder solche aus der Gucklochserie sein, und Ihr werdet sie dort finden.

Hier wird es wietergehen mit

Sturmflut - 11.5.2019

Die Idee dazu hatte Gerti aus dem Seifen4um. Die Technik habe ich zwar auch vorher schon ein paarmal gemacht, aber in Verbindung mit einer Meeresseife nicht.

Das Rezept:

25% Kokosöl

25% Aprikosenkernöl

20% Sheabutter

20% Olivenöl

5% Jojobaöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten.

Überfettung: 11%

Zusatz: Seide

Duft: Black Tea and Lemon

eigentlich gar nicht so schwierig,....

...aber heute war der SL trotz des hohen oleic-Wertes von 47 schnell dickflüssig (was aber nicht am PÖ gelegen haben kann, denn das ist immer ganz brav gewesen), so dass er nicht mehr gut floss und wohl die Schicht darunter nicht mehr verdrängen konnte.

Wenn es so ist, gibt es halt keine Sturmflut, sondern einen Strandtag, geht auch in Ordnung. Cool

Aufgrund der Seide durfte sie nur für eine Viertelstunde in den Ofen, damit sie nicht aufheizt. Da Olivenöl sowieso sehr gemächlich fest wird, kann es also mit dem Ausformen mangels Gelphase dauern....

Noch ein Wort zur Seide: Man muss nicht Seidenfasern nehmen, es gibt auch Seidenpulver (das einfach in die Laugenflüssigkeit gerührt wird) oder Seidenprotein. Letzteres neigt dazu, den SL zum Andicken zu bringen, deshalb sollte man es nicht in den SL, sondern in die geschmolzenen Fette geben.

Die Seide

wird klein geschnitten (natürlich nur ein Teil der Seide)

und im aqua dest eingeweicht

nach Zugabe des NaOH lösen sich die Seidenfasern auf

was jetzt noch an kleinen Schwebstoffen übrig ist, wird bei der Zugabe der Lauge zu den Ölen und Fetten vom Sieb abgefangen.

Die Zugabe von Wolle (z.B. Alpaka) funktioniert übrigens ganz genauso.

die Reste zweier älterer Seifen

kommen für den Meeresboden in den braunen SL-Pudding. Dort verteilen sie sich nach dem Zufallsprinzip. Wichtig: Der SL muss fest sein, damit die Konfettis nicht auf den Boden der Form absinken.

zwei Blautöne und ungefärbter SL werden immer am Rand entlang in eine Kanne getrichtert

die Form wird nach rechts schräg gestellt (meine steht auf einer Holzleiste, man kann aber auch ein zusammengerolltes Küchenhandtuch z.B. nehmen), der Cosmic Swirl wird durch mehrmaliges Entlangfahren mit der Kanne an der Längsseite der Form zu einem Teil eingefüllt. Auf den "Meeresboden" hatte ich übrigens ein wenig kosmetischen Alkohol gegeben, damit die Oberfläche hart wurde, ehe ich den Cosmic Swirl einfüllte.

nun wird die Form zur linken Seite schräg gestellt und das Einfüllen des Cosmic Swirls wiederholt (s.o.). Danach wird der Rest des Cosmic Swirls noch einmal in die nach rechts geneigte Form gegeben (das habe ich nicht mehr fotografiert).

Nun wird der "Himmel" in die gerade (!) stehende Form zu einem Teil über die rechte Längsseite der Form (an dieser entlang, meint das) eingefüllt. Immer mit der Kanne von rechts nach links und zurück gehen.
Natürlich hätte ich vor dem Foto die Form abwischen sollen, aber es musste leider schnell gehen :-).

Dasselbe dann von der anderen Seite. Zum Schluss das Topping mit der Farbe des "Himmels" machen (ich habe noch ein paar Reste darauf gekleckst und mit einem Schaschlikstäbchen geswirlt). Man sieht gut, dass der SL schon arg dickflüssig war, leider. Damit er den unteren SL (Cosmic Swirl) ein wenig verdrängt, wäre mir eine etwas dünnflüssigere Konsistenz lieber gewesen.

nach nur einer Viertelstunde im Ofen...

... gelt sie schon - daran sieht man, wie sehr Seide aufheizt.

es bleibt bei dem Namen,...

... auch wenn die Sturmflut höher hätte sein dürfen. Mir gefällt sie wirklich gut, und ich bin absolut zufrieden mit ihr.

Wie Ihr wisst, fotografiere ich immer direkt nach dem Ausformen, deshalb müsst Ihr auch diesmal mit Seifenkrümeln auf den Fotos leben...

die Sturmflut hätte etwas höher sein dürfen/sollen, aber dafür war der SL leider schon zu dickflüssig.

da hat mein Seifenschneider wieder ein bisschen "gesponnen".
Die "Schornsteine" oben auf der Welle sind eine der typischen Launen von Seife :-).

Sauberhaft - 14.5.2019

Das Rezept:

30% Palmkernöl

30% Palmöl

30% Aprikosenkernöl

10% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten.

Überfettung: 11%

Duft: Hypodor und Joys

Das war...

... mein monatliches Klaus-Opfer, denn sie ging leider schief. Der SL dickte ziemlich stark an, und das ist in Kombination mit einem BlitzbetonPÖ tödlich. So hat er sich auch nicht mehr gleichmäßig im Dividor verteilt.

Na gut, wenn´s das für diesen Monat an Klaus-Seifen gewesen sein soll, bin ich´s zufrieden...

Riechen tut sie dafür göttlich!

Sie hat zwei Goldadern - aber ob man beide am Ende noch sehen wird?

interessant, interessant....

... dafür, dass ich gar kein Gelb verwendet habe, ist es wirklich ganz nett geworden Cool.

Die beiden Goldadern sieht man immerhin. Und sie halten auch beide bombenfest.

Ein Teil des Stempels ist bei der Aktion abgebrochen....

die Seife ist frisch ausgeformt und oben noch ein wenig weich...

Empire - 18.5.2019

Das Rezept:

wie bei "Sauberhaft" (s.o.)

Duft: Hypodor und Mango

Da ich das Rezept nun kannte, hat alles gut geklappt

Kein vorzeitiges Andicken jedenfalls - die Doppelader ist, glaube ich, nicht so dolle geworden, jedenfalls sind einige Micateilchen beim Einfüllen der jeweils nächsten Schicht hochgestiegen, trotz der Fixierungsversuche mit kosmetischem Alkohol. Ob man also von den Adern noch etwas sehen wird, wird sich erst noch zeigen....

Dieses Muster - ein halber Peacock - wollte ich schon ewig mal machen, konnte aber bis heute nie der Versuchung widerstehen, den Peacock doch zu vollenden.Cool

Der bunte SL wird in Schlangenlinien eingefüllt, dann werden mit einem Stäbchen quer zur Einfüllrichtung in ca. 0,5 cm-Abständen gerade Linien gezogen. Das ist schon alles.

Ende gut, alles gut....

... auch die Doppelader hat geklappt, trotz aller Befürchtungen sieht man sie ganz genau.

Und die Seife ist weder unten bröckelig noch oben weich!

nach den Fotos habe ich die Oberflächen dünn abgehobelt.

Das war wohl ein bisschen schief... :-)

Herbstmärchen - 21.5.2019

Das Rezept

wird dasselbe sein wie bei "Sauberhaft" und "Emipre"

Duft: Hypodor und Joys

die vorerst letzte Doppelader...

..., dann will ich auch mal wieder etwas anderes machen Cool.

Ich hoffe, man wird sie nach dem Ausformen morgen sehen - in der Form kann man nicht viel erkennen, auch wenn sie durchsichtig ist.

Was mich bei diesem Rezept immer wieder erstaunt,...

... ist, dass es sich trotz fast 2/3 fester Fette wunderbar swirlen lässt, die Seife aber auch am nächsten Tag noch sehr, sehr weich ist.

Die Doppelader sieht man nicht auf allen Stücken und allen Seiten gleich gut, aber sie hält wieder bombenfest.

man sieht sehr gut, wie weich die Seife noch ist...

Zimmer mit Aussicht - 25.5.2019

Das Rezept:

25% Palmkernöl

20% Sheabutter

20% Distelöl h.o.

15% Aprikosenkernöl

15% Pfirischkernöl

5% Rizinusöl

plus Meersalz in die Laugenflüssigkeit (aqua dest) und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten.

Überfettung: 11%

Duft: Mango

Zusatz: Seide

Das Rezept hat einen sehr hohen Pflegewert (66)

Verarbeitet werden sollen Reste von "Sturmflut", es handelt sich also um eine Resteverwertungsseife...