Pürieren

Manchmal dickt der Seifenleim (SL) schon nach Zugabe der Lauge zu den Ölen/Fetten dermaßen schnell an, dass der Einsatz eines Pürierstabes (Püris) absoluter Quatsch wäre.

Das ist aber die Ausnahme. Ohne Püri geht es meist einfach nicht, wenn man nicht Leistungsruderer(-ruderin) ist und Arme wie Arnold Schwarzenegger hat.

Wenn ich die Lauge zu der Öl-/Fettmischung gegeben habe, rühre ich erst einmal von Hand so lange um, bis auch wirklich der ganze SL emulgiert und homogen ist. Erst dann gehe ich einmal mit dem Püri kurz durch den SL durch. Danach prüfe ich wieder die Konsistenz mit einem Kunststoffschaber (geht natürlich auch mit einem Holz- oder Kunststoffkochlöffel). Und dieses Vorgehen wiederhole ich, bis der SL die von mir gewünschte Konsistenz hat.

Püris sind mitnichten alle gleich - es gibt lahme Enten und Raketen, stufenweise verstellbare und ganz einfache. Meiner zählt zur letzteren Gattung, und dafür bin ich dankbar. So habe ich wirklich Zeit, zwischendrin immer mal wieder die Konsistenz zu prüfen, die sich nicht sooo rasant verändert wie bei einem Turbo-Püri.

Aber auch, wenn man länger pürieren will - weil man z.B. für eine Stempelseife die Puddingkonsistenz erreichen möchte -, sollte man daran denken, den Püri zwischendrin immer mal wieder auszuschalten und von Hand zu rühren. Denn der Püri ist nicht für einen "stundenlangen" nonstop-Einsatz gedacht und soll doch lange halten...