Seifen im Oktober 2016

Diesen Blog habe ich im Oktober 2016 begonnen - nach bereits 640 Seifen, die ich natürlich unmöglich alle hier vorstellen kann. Deshalb habe ich einige wenige in gesonderten Rubriken gezeigt und beginne mein eigentliches Vorhaben - das Vorstellen der Seifen mit Rezepten und Herstellungsarten - erst mit denjenigen ab Oktober 2016.

Seemannsgarn - 8.Oktober 2016

Diese Seife ist nach einem Video von Etsuko Watanabe ("Ocean Waves") aus

33% Kokosöl

25% Distelöl high oleic

25% Sonnenblumenöl high oleic

12% nativer Sheabutter und

5% Rizinusöl

entstanden, bekam wie immer 5g Meersalz pro 100g Wasser in die Laugenflüssigkeit und einen Esslöffel Puderzucker in die geschmolzenen Fette, ist zu 11% beduftet und mit Seychelles von Scent Perfique beduftet.

Die Farben sind Micas von Umakeitup bzw. Seifenfarbe von Gracefruit (Türkis)

 

Leider ist in der Form, die ich benutzt habe, der Seifenleim - obwohl nicht mehr sehr dünnflüssig - unter den Trennstegen durchgelaufen (ein Problem, das man leider mit vielen Formen und immer wieder hat), so dass nur die obersten Stücke eine wirklich starke Welle haben, aber mir gefällt sie trotzdem sehr gut, und ich bin zufrieden.

Klabautermann - 11. Oktober 2016

Diese Seife besteht aus

33% Kokosöl

25% Sonnenblumenöl high oleic

25% Distelöl high oleic

12% nativer Sheabutter

5% Rizinusöl.

Sie bekam, wie immer, Meersalz in die Laugenflüssigkeit und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten, ist mit 11% überfettet und mit Yuzu beduftet.

Es war mein erster Versuch einer Cosmic Wave nach dem Video von Fräulein Winter, aber erstens ist mir die genaue Seifenleimkonsistenz, die die Technik erfordert, noch nicht wirklich klar (so dünnflüssig wie in dem Video klappte es jedenfalls nicht), und zweitens habe ich auch die Farben falsch aufgeteilt - zu viel Blau, zu wenig Weiß.

Sie gefällt mir aber trotzdem gut (erinnert mich ein bisschen an Jeans :-)), und die Cosmic Wave werde ich sicher nochmal versuchen.

Mitgebsel

Bei uns ist es Usus, dass Kindergeburtstagsgeschenke nicht mit Luftballons oder Bonbons, sondern mit keinen Seifen verziert werden. Die Freundinnen meiner Tochter lieben sie - weil sie immer ganz nette Formen haben und eben nicht jeden Tag zu haben sind. Deshalb zwacke ich fast bei jedem Seifeln eine kleine Menge für diesen Zweck ab (oder seifele sogar speziell für diesen Zweck, nämlich Cupcakes o.ä.). So auch diesmal Cool.

Aus dem Seifenleim von Klabautermann entstanden

sie haben beim Ausformen ein bisschen gezickt - aber das hat ihnen nichts genützt...

Tsunami - 15. Oktober 2016

Der zweite Versuch der Cosmic Wave hat geklappt, ich freue mich sehr!!!

Noch ist sie in der Form.....

Ein bisschen ärgert es mich, dass am Ende nur noch wenig Blau, dafür aber viel Weiß und Lila im Topf waren, wie man auf dem zweiten Bild (das Ende der Form) gut erkennen kann. Aber irgendetwas ist ja immer, und im Moment bin ich einfach nur glücklich über den gelungenen Versuch!

Die Seife besteht aus:

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% nativer Sheabutter

5% Rizinusöl

wie immer kam Meersalz in die Laugenflüssigkeit und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten. Überfettet ist die Seife mit 11% und beduftet mit Fairy Dust.

Damit der Seifenleim fließfähig bleibt, aber doch cremig ist (die optimale Konsistenz für diese Technik) habe ich kalt gearbeitet, sehr gut mit dem Schneebesen - also von Hand - emulgiert und dann nur ein paar (mit meinem Pürierstab waren es drei, das kann aber bei anderen Püris mehr oder weniger sein, je nach Leistungsstärke) kurze Stöße mit dem Pürierstab gegeben. Wichtig ist dabei, dass der Seifenleim vor dem Pürierstabeinsatz wirklich gut emulgiert ist. Dann ist es eine Frage des Gefühles und des genauen Beobachtens, wann die Konsistenz richtig ist. In jedem Fall sollte man sich Schritt für Schritt vortasten und nicht einfach drauflos pürieren, sonst fließt der Seifenleim am Ende nicht mehr.

Zu dünn darf er aber auch nicht sein, sonst verlaufen die Farben ineinander und es bildet sich keine Welle heraus.

In der Tiefe - 15. Oktober 2016

Da der Meerjungfrauen-Stempel auf so große Begeisterung im Freundeskreis stieß, habe ich heute noch eine Seife damit gemacht. Sie besteht aus:

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% nativer Sheabutter

5% Rizinusöl.

Auch sie bekam natürlich Meersalz zur Laugenflüssigkeit und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten. Überfettet habe ich sie mit 11% und beduftet mit Seychelles.

Tsunami endlich ausgeformt

Heute morgen ließ sich Tsunami, obwohl noch immer ein bisschen weich, endlich ausformen

und ich glaube, diese Technik werde ich nochmal nutzen :-)

Paisley und Frisch und Fein - 22.10.2016

Ebenfalls nach einem Video von Fräulein Winter entstanden diese Woche zwei Seifen - die Technik(en) machen wirklich Spaß, und das Rezept, das ich mir erdacht habe, ist perfekt dafür:

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% native Sheabutter

5% Rizinusöl

Wie immer, kamen noch Meersalz in die Laugenflüssigkeit und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten. Die Überfettung beträgt - auch wie immer - 11%.

Frisch und Fein ist mit Wild Elderberry beduftet.

Paisley duftet nach Millionaire.

Die Technik beider Seifen ist ähnlich, jedoch nicht gleich - bei Paisley wurde getrichtert, bei Frisch und Fein nicht. Deshalb sehen sie natürlich auch unterschiedlich aus.

 

Nun konnte ich beide, wenn sie auch noch ein wenig weich sind, ausformen. Leider bin ich nicht besonders gut im Fotografieren - in Wirklichkeit sehen sie viel hübscher aus, finde ich. Dass sie auf den Bildern glänzen, liegt daran, dass ich sie gegen Sodaasche prophylaktisch mit Alkohol eingesprüht habe.

Traumreise und Tide - 25.10.2016

Da mir die Farben meiner Tsunami nicht 100%ig gefallen haben, musste es heute wieder eine Welle sein - diesmal in Blau. Der Seifenleim war ein wenig fester als letztes Mal (ich habe etwas wärmer gearbeitet), so dass sich die Farben in der Kanne nicht optimal verteilt haben und ich außerdem noch unruhig wurde und die Welle einen Tick zu kleinteilig gemacht habe Ärgerlich.

Dafür ist mir aber die zweite Seife besser gelungen als Frisch und Fein (selbe Technik, aber eben festerer Seifenleim).

Am Samstag will ich mit diesen Techniken ein kleines Experiment machen und es dann aber wieder gut sein lassen - schließlich stehen noch so viele andere Dinge auf meiner immer länger werdenden to-do-Liste Cool.

Rezept beider Seifen war wieder

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% native Sheabutter

5% Rizinusöl

Meersalz in die Laugenflüssigkeit und Puderzucker in die geschmolzenen Fette

Überfettung: 11%

beduftet mit Millionaire

und nun sind sie ausgeformt...

Obwohl die erste Welle perfekter war, gefällt mir Tide nach dem Ausformen besser als Tsunami

 

Beide Seifen sind noch sehr weich - aber ich wollte/konnte nicht länger warten Cool

Nach der Reifezeit werden auch die kleinen Unebenheiten weg sein, denn ich poliere sie üblicherweise nach.

Resteverwertung - 27.10.2016

Beim Kantenbegradigen und Abhobeln der Seifen fallen immer Seifenspäne an - wohin damit? Eine Möglichkeit ist, sie in einem Sisalsäckchen zu sammeln und dieses zum Duschen zu nehmen.

Eine andere Möglichkeit ist, Duschmousse daraus zu machen. Die ganze Verwandtschaft liebt es - ich auch Cool -, und so wandern alle Seifenschnipsel in diese Variante.

Ich nehme 1 Teil gut gereifte Seifenschnipsel, 2 Teile aqua dest und 1 Teil Pflegeöl (Olive, Reiskeim, Soja oder ein anderes). Außerdem färbe ich mit Seifenfarbe oder Mica und gebe Parfümöl dazu. Es ist übrigens, neben der OHP und Badeprodukten, eine wunderbare Möglichkeit, problematische Parfümöle (z.B. solche, die in CP Grießbrei verursachen) sinnvoll zu verwenden.

Die Seifenschnipsel (1 Teil) werden mit aqua dest (2 Teile) bei mittlerer Hitze geschmolzen. Danach muss das Ganze sehr gut auskühlen, das ist ganz wichtig. Wenn alles kalt ist, wird es mit dem Handmixer durchpüriert, bis eine feste Masse entsteht. Das Öl langsam dazu geben und immer weiter mixen. Färben und beduften (wenn gewünscht), weiter mixen, und wenn alles richtig schön fest ist, abfüllen. Das war´s schon.

Das Rezept habe ich irgendwann einmal im Seifentreffforum bekommen und mache es seither mindestens 2-3mal jährlich, seit einigen Jahren.

 

das Foto entstand, als ich das Duschmousse frisch abgefüllt hatte. Inzwischen sind natürlich alle Dosen auch von außen gut gesäubert. :-)

und Kindergeburtstagsseifen gab es auch wieder...

Bei der Matruschka hat ein Herzchen dran glauben müssen - eigentlich sollte man für die Siederei viel Geduld mitbringen, aber das ist nicht meine Stärke, und so forme ich hin und wieder doch ein wenig zu früh aus Cool

Zu guter Letzt: Splischplasch - 29.10.2016

Auch wenn die von Fräulein Winter vorgestellten Techniken wirklich einen Heidenspaß machen, soll das hier vorerst mal die Letzte aus dieser Serie gewesen sein (es ist ja nicht so, als ob nicht noch tausend andere Projekte auf meiner to-do-Liste stünden...). Aber diese musste noch sein, denn ich wollte unbedingt die Welle mit dem Paisley kombinieren.

Und was soll ich sagen - ich bin zufrieden!

Das Rezept war wieder

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% native Sheabutter

5% Rizinusöl

Meersalz in die Laugenflüssigkeit, Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten.

Die Überfettung beträgt 11%, und beduftet ist sie mit Lemon and Lime Mojito.

 

Ihr merkt schon: Ich mag sie wirklich :-)
Man sieht ihr an, dass sie noch ein bisschen weich ist, aber die kleinen Unebenheiten werden dank Nachpolitur nach der Reifezeit weg sein.

war ich nicht gerade fertig?

Wie sie schreibt, durch die obige Seife angeregt, hat Himmelblau aus dem Seifentreffforum die Idee eines "Mustermixes" aufgegriffen und die Welle in zwei Farben gemacht - mit wunderschönem Ergebnis.

Ach menno, war ich nicht gerade fertig mit Fräulein Winter-Seifen?! Aber das muss ich natürlich (mit ihrer Erlaubnis, die ich schon eingeholt habe) unbedingt "klauen" und habe es auf meine to-do-Liste für November gesetzt.

Aber dann reicht es wirklich! Cool 

Es ist so schön, wie Sieder/innen sich gegenseitig inspirieren! Man müsste einfach nur die doppelte Lebenserwarrtung haben, um alle Projekte umzusetzen (inklusive der Wiederholung zunächst misslungener Versuche natürlich) Cool

Tröpfchen - 31.10.2016

Die letzte Seife im Oktober 2016 war etwas ganz anderes: Ein Tropfen. Und auch mit ihm bin ich zufrieden, auch wenn er nicht 100%ig rund geworden ist.

Das Rezept war wieder

33% Kokosöl

30% Mandelöl

20% Distelöl high oleic

12% native Sheabutter

5% Rizinusöl

Es kamen, wie immer, Meersalz zur Laugenflüssigkeit und Puderzucker zu den geschmolzenen Fetten. Die Überfettung beträgt, wie ebenfalls (fast) immer 11%, und beduftet habe ich mit Coconut Lemongrass.

Diesmal habe ich wärmer gearbeitet als bei den Fräulein Winter-Seifen und hatte infolgedessen zwar fließfähigen, aber doch schon ziemlich angedickten Seifenleim - das war das Geheimnis...

Und trotz Gelphase ist auch diese Seife selbst nach 30 Stunden noch weich.

Zu den Tropfen gibt es viele Videos auf you tube (Stichwort "teardrop"). Dort werden sie aber meist mit sehr dünnflüssigem Seifenleim gemacht, und das klappt nach meiner Erfahrung nicht so gut wie mit dickerem Seifenleim.

Das Topping

Es sollte Pink werden, und es wurde ein sattes Rosa - damit bin ich aber ganz zufrieden, weil man den Tropfen sonst womöglich gar nicht richtig gesehen hätte...